Autonomous Vehicle Technology Expo 2019

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21., 22., 23. Mai 2019
Halle C2, Messe Stuttgart, Deutschland

2018 Messebericht

Zweite Autonomous Vehicle Technology World Expo auf Erfolgskurs

Die 2018 erst zum zweiten Mal ausgetragene Autonomous Vehicle Technology World Expo hat sich als Pflichtveranstaltung für alle etabliert, die die Technologien und Dienste entdecken wollen, die autonome Fahrzeuge Realität lassen werden.

„Ich besuche die Autonomous Vehicle Technology World Expo, um Verfahren und Werkzeuge für die Konstruktion von Testfahrzeugen“, erklärte Jens Herrmann, Prüfingenieur bei Daimler, der die Messe am ersten Tag besuchte. „Sie ist ein toller Ort, um die richtigen Leute kennenzulernen.“

Andere Besucher freuten sich über die Breite der Aussteller und der präsentierten Innovationen. „Ich bin von der Menge der angebotenen Präzisionsteile beeindruckt“, meinte Nishant Mittal, Supply Chain Manager bei Maruti Suzuki.

Währenddessen nahmen an den drei dedizierten Symposien – dem Autonomous Vehicle Interior Design & Technology Symposium, dem Autonomous Vehicle Test & Development Symposium und dem Autonomous Vehicle Software Symposium – mehr Besucher und Referenten teil als je zuvor. Ein Ausweis berechtigte zum Besuch aller drei Symposien mit insgesamt mehr als 150 Referenten.

Gemeinsam mit den vier ergänzenden Messen – der Automotive Testing Expo Europe, der Automotive Interiors Expo, der Global Automotive Components and Suppliers Expo und der Engine Expo, die in benachbarten Hallen der Messe Stuttgart untergebracht waren – verzeichnete die Messe bisher unerreichte Besucherzahlen: An den drei Veranstaltungstagen (5. bis 7. Juni) wurden über 14.000 Besucher gezählt. Alles in allem stellten etwa 800 Unternehmen Fahrzeugtechnologien und -dienste der nächsten Generation vor.

Highlights der Messe

Eines der Highlights auf der Autonomous Vehicle Technology World Expo 2018 war der Stand von b-plus: Das Unternehmen stellte auf der Messe seinen neuesten BRICK-Datenlogger, den BRICKplus, vor. Der neue Datenlogger verdoppelt unter Verwendung von RAID-Technologie die Datenrate der Normalversion, die 8 Gbit/s betrug, auf 16 Gbit/s. Die immer höher auflösenden Sensoren autonomer Fahrzeuge generieren größere Mengen an Daten, die gleichzeitig aufgezeichnet werden müssen. Um mit dieser Entwicklung Schritt zu halten, präsentierte b-plus zudem eine weiterentwickelte Speichereinheit mit 32 TB Speichervolumen.

Der Simulationsspezialist Next Limit stellte Anyverse, seine neueste Lösung für synthetische Daten, vor. Anyverse ist eine höchst zuverlässige Erstellungstechnologie für synthetische Datensätze und soll bahnbrechende Verbesserungen der Produktivität beim Training autonomer Systeme liefern und die Entwicklung von Trainingsszenarien durch Verwendung eines äußerst effizienten Erstellungsprozesses für synthetische Datensätze beschleunigen.

„So teuer reale Daten auch sein mögen, sie sind dennoch unvollständig“, erklärt Glenn Osaka, Leiter des Bereichs Geschäftsentwicklung bei Next Limited. „Es zeigt sich, dass in der realen Welt erfasste Daten lücken- und auch fehlerhaft sind. So kann es zum Beispiel sein, dass das System ein Zeichen in einem bisher unbekannten Umfeld nicht erkennt. Wir müssen es aus dem Kontext trennen und benötigen daher Daten, die in der realen Welt nicht existieren, um sicherzustellen, dass das Trainingssystem sie korrekt erfasst.“

Zu diesem Zweck enthält die Software eine „Abweichungsengine“, mit der eine Vielzahl an Bildern erzeugt werden kann, die in ihren Wetter- und Lichtbedingungen stark voneinander abweichen. So wird der Prozess effizienter. „Verwendet das System nicht das volle Spektrum dieser Abweichungen, wird es nur mit einem kleinen Bruchteil aller möglichen Szenarien trainiert.“

StreetDrone nutzte die Autonomous Vehicle Technology World Expo für die Präsentation von StreetDrone ONE – seiner auf dem Renault Twizy basierenden Entwicklungsplattform, die andere Unternehmen für Experimente nutzen können, um ihre Algorithmen in der realen Welt zu testen.

StreetDrone ONE ist ein vollständig konfigurierbares, für den autonomen Betrieb bereites Elektrofahrzeug, das in Form einer Flotte für eine Technologie-Prüfumgebung oder als Einzelfahrzeug genutzt werden kann, um Start-up-Unternehmen bei der Entwicklung ihrer ergänzenden Technologie zu unterstützen.

Millbrook hat bereits sechs Fahrzeuge für sein Testgelände bestellt, die Besucher mieten können, um mit ihnen ihre Algorithmen zu testen. „Testgelände müssen die Verfahren entwickeln, mit denen autonome Fahrzeuge getestet werden müssen, und bisher hat noch niemand damit begonnen“, erklärte Adrian Bedford, Leiter der Softwareentwicklung, während der Messe.

Foretellix präsentierte seine Software-Suite GigaScale für den Verifikations-Flow, mit der die Sicherheit autonomer Fahrzeugen verbessert werden soll. Sie liefert dazu eine umfassende Palette an Verifikationslösungen. Sein neuer, hoch skalierbarer Design-Flow verbindet Verifikationsautomatisierung, Intelligenz und Wiederverwendung.

„Wir bieten einen Verifikations-Flow für autonome Fahrzeuge an, mit dem Millionen von Szenarien angelegt, verwaltet, analysiert und simuliert werden können. Er sorgt gleichzeitig für Transparenz, Wissen und Intelligenz im Verifikationsprozess“, erläuterte Gil Amid, VP Betrieb und Geschäftsentwicklung, am zweiten Tag der Autonomous Vehicle Technology World Expo. „Die Branche benötigt all das dringend.“

NIRA Dynamics stellte währenddessen eine erweiterte Version seiner Kartendaten vor. Das Unternehmen arbeitet gemeinsam mit Klimator an der Erweiterung seiner eigenen Daten, die aus den Raddrehzahlgebern von Fahrzeugen stammen, mit Wetterdaten. NIRA sammelt bisher Reibungsdaten mit einer Taxiflotte in Schweden, die es sich mit Klimator und der schwedischen Straßenverkehrsbehörde Trafikverket gemeinsam nutzte. Die Daten wurden fortlaufend an einen NIRA-Server gesendet, auf dem sie verarbeitet wurden, um die Überwachung des Straßenzustands in Echtzeit zu ermöglichen. NIRA und Klimator haben die Echtzeit-Fahrzeugdaten inzwischen mit den Straßenwettermodellen von Klimator kombiniert und sie in hochauflösende Straßenzustandsprognosen verwandet.

Zudem sind seine Algorithmen nun dazu in der Lage, Daten für kleinere Straßen zu extrapolieren: „Da wir nicht zu allen kleinen Straßen über Daten verfügen, können wir die Gebiete untersuchen, zu denen wir Daten besitzen und wissen, wie die Wetterdaten dort aussehen. Anschließend können wir beurteilen, wie es auf kleineren Straßen aussieht, die diesen ähneln“, erklärte Johan Hägg, Marketing- und Vertriebsleiter bei NIRA Dynamics.

Er fuhr fort: „Wir begannen 2014 mit der eigentlichen Entwicklung [der Algorithmen]. Sie befinden sich seit vielen Jahren in der Entwicklung, aber wir benötigten eine Menge Testdaten, um diese Algorithmen nutzen zu können. Eine unvernetzte Version der Software wird ab 2020 verfügbar sein, doch die vernetzten Funktionen mit der vollständigen Abdeckung Europas kommen voraussichtlich erst im Jahr 2024.“

Die Rekrutierung geeigneter Ingenieure und Techniker im Bereich autonome Fahrzeugentwicklung bleibt weiterhin schwierig. Aus diesem Grund wählte VHR, Personalvermittler für technische Berufe, die Autonomous Vehicle Technology World Expo für die Eröffnung seiner Abteilung für autonome und Elektrofahrzeuge.

Conor McKean, Leiter für Automobiltechnik, meinte: „Wir sind auf der Suche nach Kompetenz und Know-how außerhalb der Automobilbranche, da es im Markt für autonome Fahrzeuge oft um Software, IT und andere Bereiche geht, die in der Automobilbranche weniger weit verbreitet sind. Auf einer Messe wie der Autonomous Vehicle Technology World Expo sind eine Menge Ingenieure anwesend, die wir gerne kennenlernen würden, um mit ihnen darüber zu sprechen, was sie von einem zukünftigen Arbeitgeber erwarten. In der Luft- und Raumfahrt, in der Formel 1 und in der Schifffahrtsbranche kennt man uns sehr gut, aber im Bereich autonome Fahrzeuge und Elektrofahrzeuge stehen wir noch am Anfang. Messen wie diese helfen dabei, auf uns aufmerksam zu machen.“

Publikumsliebling

Besucher und Aussteller gleichermaßen waren begeistert vom Angebot der diesjährigen Messe. Ronnie Dessort, leitender Simulationsberater bei Tesis Dynaware, merkte an: „Viele Leute statteten unserem Stand einen Besuch ab, um uns Fragen zu stellen, da sie an unseren Produkten interessiert waren. Für uns lohnt es sich auf jeden Fall, hier auszustellen.“

Pierfrancesco Zuccato, leitender Gruppenmanager bei Eurotech, erklärte: „Es ist uns sehr wichtig, heute hier zu sein, da uns die Messe die Möglichkeit gibt, ein Stück Zukunft zu liefern, indem wir zu anderen Menschen aus dieser Community Kontakt aufnehmen. Es gibt noch eine Menge zu lernen und diese Community eignet sich großartig zum Lernen und Aufbauen von Partnerschaften – sowohl auf wissenschaftlicher als auch auf kommerzieller Ebene.“

Die Messe war jedoch nicht nur für Fahrzeuge relevant, wie der als Ingenieur für den Baggerhersteller Liebherr SAS France arbeitende Frederic Knecht feststellte: „Wir kommen zur Autonomous Vehicle Technology World Expo, weil wir an zukünftigen Entwicklungen in der Automobilbranche interessiert sind, da diese den künftigen Technologien für Nutzfahrzeuge zugrunde liegen könnten. Wir sind besonders an den Bereichen KI, Sensorfusion und maschinelles Sehen interessiert.“

Abschließend meinte Victor Gonzalez, CEO des Simulationsunternehmens Next Limited: „Wir waren sehr überrascht davon, wie viele Geschäftskontakte wir knüpfen konnten. Verglichen mit anderen Konferenzen und Ausstellungen, ist das Publikum hier in Stuttgart äußerst professionell und technisch ausgerichtet. Darunter sind viele Ingenieure und Techniker, mit denen wir eingehende und sachliche Gespräche führen konnten. Die Autonomous Vehicle Technology Expo ist für uns eine der besten Messen, die wir je besucht haben.“

Um sich Ihren Platz bei der nächsten Messe zu sichern, sollten Sie sich den folgenden Termin vormerken: Die Autonomous Vehicle Technology World Expo 2019 findet vom 21. bis 23. Mai 2019 statt.

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2018

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